Schimmel in Wohnräumen – Wann treten Feuchtigkeitsprobleme auf?

Immer häufiger hören wir von Schimmel in Wohnräumen, gerade auch vermehrt am Anfang der Heizperiode und in den Wintermonaten. Oft wird als Ursache pauschal von „falschem Lüftungsverhalten“ gesprochen. Besonders Vermieter bzw. Hauseigentümer haben auf Grund fehlender Fachkenntnis keine Lösung für das Problem parat. Die Folge sind dann Streitigkeiten zwischen den Parteien, die viel Zeit und Geld kosten können.

Dabei kann die Feuchtigkeit, die sich oft in Form von Schimmelpilzen zeigt, sehr unterschiedliche Ursachen haben. Schwierigkeiten treten zum Beispiel oft nach energetischen Sanierungen auf und die Bewohner klagen über schwarze Stockflecken, Schimmelbelastungen und nasse Fensterscheiben. Die genaue Analyse der Ursache sollten man jedoch einem Sachverständigen überlasen, der mit geeigneten Messmethoden und anhand seiner Fachkenntnis und Erfahrung eine eindeutige Quelle des Befalls herausfinden kann. Zu berücksichtigen ist, dass Menschen, Tiere und Pflanzen den Feuchtegehalt der Luft erhöhen.
Feuchtemessung-I

Schimmelpilze sind Mikroorganismen des täglichen Lebens, die giftige Mykotoxine freisetzen können und überall in der Luft vorhanden sind. Sie treten in hunderttausenden verschiedenen Arten und Formen auf, sodass eine vorschnelle Beurteilung risikobehaftet ist. Da die Sporen in der Regel in sehr geringer Konzentration auftreten, beeinflussen sie den gesunden Menschen nicht weiter. Gesundheitsschäden sind eher bei Risikogruppen wie gesundheitlich geschwächte und ältere Menschen und bei höheren Konzentrationen zu erwarten.

Jeder Schimmelpilz benötigt etwas andere Bedingungen von Temperatur, Feuchtigkeit, Untergrund (ph-Wert) und Licht um wachsen zu können und die durch Sporen freigesetzten Myzelen zu Fruchtkörpern heranwachsen zu lassen, die dann als Schimmel auf dem Bauteil sichtbar werden.
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Mögliche Ursachen
Neben der zu hohen Luftfeuchtigkeit in den bewohnten Räumen können auch viele andere Ursachen zur Bildung von Schimmel beitragen. Hier ist eine zu geringe Raumtemperatur, Rohrbrüche, viele Pflanzen, geometrische Schwachstellen oder aufgebrachte Innendämmung zu nennen. Nicht zu unterschätzen sind auch nicht erkannte Wärmebrücken in der Baukonstruktion.

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